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Beglaubigungen und Beurkundungen

Beglaubigung

Beglaubigung, © Photothek.de

01.12.2017 - Artikel

Allgemeine Informationen

Sie sollen vor einem Konsularbeamten einer deutschen Auslandsvertretung ein Dokument unterschreiben?
Die nachfolgenden Informationen sollen Ihnen veranschaulichen, dass es im deutschen Recht grundsätzlich zwei verschiedene Formen der Erstellung öffentlicher Urkunden gibt: Die Form der Unterschriftsbeglaubigung und die Form der notariellen Beurkundung. Bei beiden Formen erfolgt die Unterzeichnung eines Dokuments. Gesetzgeber und Rechtsprechung legen fest, wann welche Form Anwendung findet.

Unterschriftsbeglaubigung

Die Unterschriftsbeglaubigung ist die "einfachere" Form. Mit der Unterschriftsbeglaubigung bestätigt der Notar bzw. Konsularbeamte, dass die genannte Person das Dokument vor ihm unterzeichnet hat. Die Unterschrift muss persönlich vor dem zuständigen Konsularbeamten geleistet oder vor ihm anerkannt werden.
Eine Belehrung über die rechtliche Bedeutung des zu unterzeichnenden Dokuments findet nicht statt.
In vielen Fällen ist die Unterschriftsbeglaubigung ausreichend, um ein Dokument rechtlich wirksam werden zu lassen.

Einige Beispiele hierfür sind:

  • Genehmigungserklärung: Erklärung, mit der ein Vertretener einen in Deutschland bereits unterzeichneten Vertrag im Nachhinein genehmigt;
  • Beantragung eines Führungszeugnisses
  • Erklärung zur Ausschlagung einer Erbschaft
  • Beglaubigung von Fotokopien

Eine Unterschriftbeglaubigung können Sie an der Botschaft Dienstag und Donnerstag 08.00 bis 08:30 Uhr vorgenommen werden.

Die Gebühr für eine Unterschriftsbeglaubigung orientiert sich am Wert des Rechtsgeschäfts, für das Sie die Urkunde benötigen und kann zwischen 20,- Euro und 250,- Euro betragen. Die Gebühr kann zum jeweiligen Tageskurs der zuständigen deutschen Auslandsvertretung in Nepali Rupies in bar.

Notarielle Beurkundung

Einige Beispiele für zu beurkundende Rechtsgeschäfte sind:
- unwiderrufliche Vollmacht für Grundstücksveräußerungen
- eidesstattliche Versicherung (z. B. in Rentenangelegenheiten, bei Führerscheinverlust, etc.)
- Antrag auf Erteilung eines Erbscheins
- Antrag auf Erteilung eines Testamentsvollstreckerzeugnisses
- Vaterschaftsanerkennung
- Unterhaltsverpflichtung

Beurkundung - Terminvergabe

Die Beurkundung muss vorbereitet werden und kann nur nach vorheriger Terminabsprache vorgenommen werden. Bitte kontaktieren Sie und per Mail oder Telefonisch und legen Ihre Anliegen dar. Sie erhalten dann eine Liste der einzureichenden Dokumente sowie einen Termin mit der zuständigen Konsularbeamtin.