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Dringende InformationBetreffend der Visabestimmungen im Rahmen des EU-Einreiseverbots für den Schengen-Raum

19.03.2020 - Artikel

Am 17. März hat die EU ein Einreiseverbot von 30 Tagen mit sofortiger Gültigkeit erwirkt.  Aus diesem Grund wird die Botschaft der Deutschen Bundesrepublik ihre Visa-Abteilung bis auf weiteres schließen. Bitte lesen Sie folgende Informationen sorgfältig. Das Einreiseverbot gilt für die Mehrheit der Nepalesischen StaatsbürgerInnen; dennoch gibt es einige Ausnahmen:

Wer kann trotz Einreiseverbot weiterhin einreisen?

  • StaatsbürgerInnen der EU-Mitgliedstaaten (sowie StaatsbürgerInnen der Länder Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz)
  • EhepartnerInnen und minderjährige Kinder (d.h. bis zu ihrem vollendeten 18 Lebensjahr) von StaatsbürgerInnen der EU-Mitgliedstaaten (sowie StaatsbürgerInnen der Länder Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz)
  • Nicht-EU-BürgerInnen,  die im Besitz einer ständigen Aufenthaltserlaubnis („Aufenthaltstitel“) für Deutschland sind.  Dies gilt auch für D-Visa!

Nicht-EU-BürgerInnen, die wegen eines dringenden Notfalls in die EU reisen müssen

Wenn Sie der Meinung sind, dass Sie zu einer dieser Ausnahmen zählen, wenden Sie sich bitte an uns über das Kontaktformular der Botschaft.

Was passiert mit bereits erteilten Visa?

Wenn Sie bereits ein Visum erhalten haben, dass im Zeitraum zwischen dem 17.03.2020 und dem 16.04.2020 für die  Einreise in den Schengen-Raum gültig ist, KÖNNEN SIE DIESES NICHT NUTZEN, es sei denn eine der oben genannten Ausnahmen trifft auf sie zu. Sie dürfen nicht in die Europäische Union einreisen.  Leider ist es der Botschaft nicht möglich, Ihre Visumsdaten anzupassen oder Ihnen die bereits geleisteten Visumsgebühren zu erstatten.

Die einzige Ausnahme bilden Visa zur Familienzusammenführung!

Was passiert mit Ihrem noch offenen Visumsantrag?

Wenn Sie bereits ein Visum beantragt haben, für das die Entscheidung der Botschaft noch aussteht, gelten folgende Regeln:

Anträge für Visa zur Familienzusammenführung werden weiterhin bearbeitet

Bezüglich Schengen-Visa und anderen Langzeit-Visa (D-Visa für Studienzwecke/ Au-pair/ Freiwilligendienst/ Erwerbstätige/ Trainings etc.) werden Sie gebeten die Botschaft, ohne vorherige Terminabsprach, zu besuchen um Ihren Antrag ZURÜCKZUZIEHEN.

Leider ist es nicht möglich bereits geleistete Visumsgebühren zu erstatten.

Derzeit können Sie keine neuen Termine zur Beantragung eines neuen Visums vereinbaren.

Die Wiedereröffnung der Visa-Abteilung wird kommuniziert, sobald das Einreiseverbot gelockert wurde und Entscheidung über die Annahme von Visumsanträgen getroffen wurde.

Zusätzliche Informationen

Die Staats- und Regierungschefs der EU und der assoziierter Staaten haben beschlossen, der Empfehlung der EU-Kommission zu folgen und zur Eindämmung von COVID-19 bzw. der weiteren Verbreitung des Corona-Virus Einreisebeschränkungen zunächst von 30 Tagen für alle nicht unbedingt notwendigen Reisen aus Drittstaaten in den EU+ Raum zu verhängen. 

Bundesminister Seehofer hat eine entsprechende Anordnung am gestrigen Abend nach Art. 14, 6 Schengener Grenzkodex mit sofortiger Wirkung erlassen.

Ausdrücklich ausgenommen von den Reisebeschränkungen sind:

  1. an ihren gewöhnlichen Aufenthaltsort zurückkehrende EU-Bürger (eingeschlossen britische Staatsangehörige) und der Schengen Assoziierten Staaten sowie ihre Familienangehörige,
  2. an ihren gewöhnlichen Aufenthaltsort zurückkehrende Drittstaatsangehörige mit langfristigem Aufenthaltstitel (einschließlich nationaler Visa),
  3. Drittstaatsangehörige mit sogenannten „essential functions“, darunter fallen laut Beschluss: 
  • Gesundheitspersonal und -forscher, Pflegeberufe,
  • Grenzgänger, Transportpersonal im Warenverkehr und anderen notwendigen Bereichen,
  • Diplomaten, Mitarbeiter internationaler Organisationen, militärisches Personal, humanitäre Helfer soweit in Ausübung ihrer Funktion,
  • Transitpassagiere,
  • Passagiere, die aufgrund zwingender familiärer Gründe reisen,
  • Personen, die internationalen Schutz benötigen, oder aus anderen humanitären Gründen.


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